Mehr Reichweite durch Instagram Werbung; Social-Media-Marketing Teil 2

Social-Media-Marketing Teil 2: Vorbereitung der ersten Instagram Werbung für das T-Shirt Business

Geht es jetzt endlich los?

Wie ich im letzten Beitrag erwähnt habe, wollte ich am Ende des Monats mit meiner Werbung über Instagram anfangen. Die Begründung war, dass ich erst abwarten möchte, bis genügend Beiträge online sind und meine geworbenen Besucher eine Möglichkeit haben, sich einen Überblick zu verschaffen, wie meine Beiträge aussehen.

Wieso ich jetzt jedoch meine Social-Media-Marketing Vorhaben nach vorn ziehe, welche Ziele ich dabei verfolge und wie ich meine Erfolge messen möchte erfährst Du in diesem Beitrag.

Mehr Reichweite durch Instagram Werbung, einfach und preiswert!

In einer Woche kann viel passieren

Bei mir haben sich die Ereignisse in der letzten Woche überschlagen. Gute und schlechte Ereignisse haben sich gegenseitig die Hand gegeben. Angefangen bei meinen ersten nennenswerten Verkäufen im T-Shirt Business, bis hin zu meiner urplötzlichen Kündigung und meinem recht unschönen Austreten aus dem Unternehmen. Diesem Thema habe ich einen eigenen Beitrag: „Stilsicher durch die Krise“ gewidmet.

Somit hat sich im Bezug auf meine Pläne einiges geändert. Zum einen habe ich jetzt die einzigartige Möglichkeit mich in Vollzeit meinen Geschäften zu widmen. Also kann ich auch meine Vorhaben schneller voranbringen und hoffentlich auch meine Ziele schneller erreichen.

So starte ich mein Social-Media-Marketing auf Instagram mit bezahlter Werbung

Wie im vergangenen Beitrag schon erwähnt ziele ich in erster Linie nicht darauf ab, Werbung zu schalten die direkt meine Verkaufszahlen beeinflusst. Dies hat zwei Gründe. Ich möchte zunächst Reichweite gewinnen, um zu analysieren, welche Designs bei den Leuten gut ankommen und welche nicht. In den letzten Wochen habe ich festgestellt, dass sich nur Designs verkauft haben, in die ich eigentlich keine Hoffnung hatte. Somit wurde mir ganz klar aufgezeigt, dass es eigentlich egal ist, was ich von meinen Designs halte, der Kunde entscheidet was gut ist und was nicht!

Also ist der Plan, Instagram User auf mein Profil zu lenken, beobachten wie sie mit welchem Content interagieren und im Anschluss die Designs zu pushen, die am besten ankamen. Diese Designs werden dann ihre eigene Werbung bekommen, die direkt darauf abzielt meine Verkaufszahlen anzukurbeln.

Der zweite wichtige Punkt ist, dass ich mit gezielter Werbung für ein Design warten möchte, bis ich meinen eigenen Spreadshop eröffnet habe. Ein Spreadshop ist quasi ein eigenes Shop interface, das man bei Spreadshirt einrichten kann. Hier erhältst Du einen Partnerlink, der direkt auf eine Seite führt, die aussieht wie dein eigener T-Shirt Store. Allerding wird dieser von Spreadshirt betrieben und die T-Shirts werden von Spreadshirt erstellt und versendet.

Wenn ich also einen Kunden mit gezielter Werbung auf meinen Spreadshop leite, dann wird er andere Produkte von mir finden und kauft diese dann eventuell. Leite ich ihn aber auf ein Design bei Spreadshirt und co., dann findet er auch andere Designs und legt sich zusätzlich Produkte von anderen Designern in den Warenkorb. Somit würden mir potentielle Zusatzverkäufe durch die Lappen gehen.

Wie kann ich beeinflussen, dass meine Werbung auf Instagram meine Ziele erfüllt?

Ganz einfach! Du kannst bei der Erstellung deiner Werbekampagne ganz klar definieren, welches Ziel du damit verfolgst. Es gibt drei verschiedene Typen von Zielen, auf denen der User landen soll, der deine Werbung sieht: dein Profil, deine Website, deine Direct-Nachrichten. Mit Werbeanzeigen, die auf dein Profil führen landen Leute auf deinem Profil. Sie sehen deine Beiträge, können damit interagieren und können dich abonnieren. Über deine Website Werbung kannst Du User direkt auf deine Website oder deinen Shop lenken, das wäre dann die Kampagne, die ich wählen würde um direkt meine Sales anzukurbeln.

Instagram Werbung erscheint wie ein normaler Beitrag auf dem Storyboard. Einziger Unterschied: der Banner unter dem Bild, der auf das Profil verweist.

Außerdem solltest Du die Personen die du erreichst mit Call-to-Actions (CTA) in Richtung deines Ziels lenken. CTAs sind nichts anderes als Aufforderungen irgendetwas zu tun. Beispiele dafür wären: „Besuche noch heute unseren Shop!“, „Vergiss nicht uns zu folgen um immer auf dem neusten Stand zu sein!“ oder mein Favorit: „Schnappe Dir noch heute dein T-Shirt!“. Pass hier auf jeden Fall auf, dass die CTA sich mit deinem Kampagnenziel deckt. Wenn Du einen User aufforderst dir zu folgen, dann sollte er auch auf deinem Profil landen nicht auf deiner Website.

Wie messe ich meine Erfolge meiner Social-Media-Marketing Bemühungen?

Erfolgsmessung ist das A und O! Wenn Du deine Erfolge nicht misst, dann weißt Du nicht welche Maßnahmen zu welchen Ergebnissen führen. Dann agierst Du blind nach Bauchgefühl und das ist im unternehmerischen Kontext nicht gut. Aus diesen Pi-mal-Daumen Beobachten resultieren dann mich Sicherheit Fehlallokationen deiner Werbemittel und die Konkurrenz zieht tränen lachend an dir vorbei während Du dein Geld verbrennst. Ich weiß, das war jetzt ein bisschen drastisch gesprochen. Merke dir einfach, dass Erfolgsmessung wichtig ist.

Ich beobachte verschiedene Kennzahlen seit der ersten Woche, in der ich mit meinem T-Shirt Business auf Instagram unterwegs bin. Folgende Zahlen habe ich für mich als wichtig deklariert:

Beiträge: Die Anzahl der Beiträge ist wichtig, um pro-Beitrags-Analysen durchzuführen. Erst wenn Du deine Zahlen auf einen Beitrag herunter brechen kannst werden sie aussagekräftig. Somit ist es zum Beispiel wenig beeindruckend, wenn Du mit 600 Beiträgen 500 Likes generierst. Bekommst Du aber 600 Likes auf einen Beitrag, dann spielst Du schon in einer anderen Liga!

Impressionen: Hier gilt das gleiche wie für die Anzahl der Beiträge. Wenn 1.000 Personen einen Beitrag sehen und du dafür insgesamt 10 Likes bekommst, dann ist dein Beitrag mit hoher Wahrscheinlichkeit verbesserungswürdig. Bekommst Du aber für 50 Impressionen 10 Likes, dann ist das schon ein ziemlich guter Schnitt.

Interaktionen: Interaktionen sind die Summe aus Likes und Kommentaren. Laut Vincent Matthiesen* gilt folgendes: Du solltest eine Interaktionsrate von 0,037 im Verhältnis zu deinen Abonnenten haben und mindestens ein Kommentar auf 100 Likes. Dann ist dein Abonnentenpool als gut zu bezeichnen. Gut heißt in diesem Sinne, dass sich deine Follower für dich oder dein Produkt interessieren! (vgl. Matthiesen 2019)

Klicks: Ganz essentiell sind die Klicks, die von deinem Instagram Profil aus auf deiner Website landen. Mit dieser Kennzahl kannst Du nämlich ermitteln, wie gut deine CTAs funktionieren und wie hoch die Bereitschaft der User ist, sich dein Produkt zumindest einmal näher anzuschauen. Im Endeffekt geht es nämlich genau darum. Von Likes und Kommentaren kannst Du dir nichts kaufen. Interessant sind erst die User, die in deinem Shop landen.

Diese Kennzahlen sammle ich jede Woche Donnerstag zur selben Zeit in einer Excel Tabelle und lasse verschiedene Berechnungen drüber laufen um zu sehen, wie ich dastehe und wie sich meine Werte im Verlauf verbessert / verschlechtert haben. Wenn ich nun also eine Werbeanzeige schalte kann ich relativ genau feststellen, wie sich die Daten verändern im Vergleich zur Veränderung im vorherigen Zeitraum ohne Werbung.

Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle für alle, die sich bereits mit Statistik beschäftigt haben: mein Datensatz der letzten 3 Wochen stellt mit Sicherheit keine signifikante Menge dar! Das heißt, dass ich nicht wirklich sagen kann, dass ein starker Anstieg an Interaktionen und Aufrufen nur auf die Werbemaßnahme zurück zu führen ist. Aber ich könnte die Daten mit Hilfe der Instagram Werbedaten bereinigen und somit feststellen, wie viel organischen Zuwachs ich habe, während meine Werbeanzeige lief.

Da ich im Studium das Fach Statistik sogar vertiefend belegt habe und sehr interessiert an diesem Thema bin, kannst Du mir alle Fragen in diesem Bezug gern in den Kommentaren stellen oder mich über mein Kontaktformular in der Kopfleiste anschreiben.

Ein Blick auf meine erste Werbung auf Instagram

Wie schon besprochen wird die erste Werbung vom Typ „Dein Profil“ sein. Zunächst möchte ich User auf mein Profil führen und beobachten, mit welchen Beiträgen sie wie interagieren. Da meine Beiträge alle eine ähnliche Aufmachung haben, kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Interaktionen mit dem jeweiligen Design in Verbindungen stehen. Mit 100%iger Sicherheit kann man davon jedoch nicht ausgehen. Das eine oder andere Bild bekommt den Like vielleicht nur, weil das Model gut aussieht oder bekommt ihn eben nicht, weil das Model nicht den Geschmack des Betrachters trifft.

Zum Bewerben nutze ich eine Serie aus 7 Bildern. Der Beitrag auf der Deckseite ist ein neuer, damit keine Wiederholungen in meiner Instagram Timeline auftreten. Dahinter verbergen sich alte Beiträge die bereits gute Performance gezeigt haben.

Die Werbung schalte ich für 6 Tage mit jeweils 1€ Budget am Tag. Meine Zielgruppe habe ich mir für diese Werbung selbst zusammengebaut. Zunächst möchte ich Frauen zwischen 20 und 40 Jahren erreichen, die sich für T-Shirts, Fashion, Lifestyle und Urlaub interessieren und in Mitteleuropa oder der USA leben.

Überblick über die Einstellungen der Werbekampagne auf Instagram

Personen unter 20 Jahre sind in der Regel nicht sehr liquide, haben keine eigenen PayPal Accounts oder haben nicht einmal die nötige Geschäftsfähigkeit um zu kaufen, deshalb habe ich diese Zielgruppe entfernt. Personen über 40 Jahre habe ich zunächst auch entfernt, da ich denke, dass ich hier keine großartigen Chancen habe bunte T-Shirts mit frechen Sprüchen und simplen Motiven zu erzielen.

Instagram verspricht mir eine Reichweite von 1.200 bis 3.100 Usern, die aus einer Menge von 69 Millionen Usern herausgefischt wird und dem beschriebenen Profil entsprechen. Nun gilt es abzuwarten, bis die Werbung von Instagram freigegeben wurde und live geschaltet wird. Ich bin gespannt mit welchen Ergebnissen ich in der kommenden Woche aufwarten kann.

Ein Budget für Werbung in Höhe von 6€? Das bringt garnichts, oder?

Könnte man meinen, vor allem wenn man einige Jahre zurückdenkt, als Werbung über Fernseher, Radio und Zeitungsartikel noch sündhaft teuer waren. Doch in Zeiten von Social-Media-Marketing sieht das Ganze ein wenig anders aus. Ich beginne mit einem Budget von 6€ um mein Werbeformat zu testen.

Instagram selbst gibt an, dass eine Werbeanzeige 6 Tage laufen sollte, damit der Algorithmus sich auf die Zielgruppe einstellen kann und deine Ergebnisse optimal sind. Es ist auch nicht unüblich, dass in den ersten 2 Tagen nichts passiert und in den letzten Tagen noch einmal richtig viel Traffic stattfindet. Der Algorithmus von Instagram muss zunächst herausfinden, welche Personen sich für deine Produkte oder deine Seite interessieren könnten. Danach werden seine Treffer immer genauer. Gebe Instagram deshalb unbedingt die Chance, sein Potential entfalten zu können und starte deshalb keine Anzeigen von weniger als 6 Tagen Dauer.

Wieso nun aber nur 6€? Ganz einfach, weil dies der Mindestbetrag ist. Du musst mindestens 1€ am Tag ausgeben um eine Werbung schalten zu können. Dabei gebe ich keinen Cent mehr aus als nötig, weil es immer passieren kann, dass deine Werbung floppt. Wenn Du gleich von Anfang an 50€ ansetzt, dann sind diese am Ende der Laufzeit verbrannt. Stellst Du aber fest, dass die Werbung einschlägt, dann kannst Du sie jeder Zeit verlängern und peux a peux dein Budget erhöhen, zum Beispiel auf 2€ pro Tag für weitere 6 Tage. Am ende dieser Laufzeit kannst Du dann deine Situation neu bewerten.

Meine erste Social-Media Werbung habe ich bei Facebook geschalten, 5 Tage lang für 5€.  Schon ziemlich früh musste ich feststellen, dass diese Werbung ein kompletter Reinfall war. Ich habe einen ganz normalen Blog-Beitrag beworben, der irgendwo in der Mitte meiner T-Shirt Business Beitragsreihe war. Das hatte zur Folge, dass ich zwar viele Leute erreicht haben, diese aber irgendwo in einer laufenden Storry gelandet sind, keine Ahnung hatten was abgeht und die Seite meist in weniger als einer Minute wieder verlassen haben.

Sicherlich hätte ich hier einen Misserfolg antizipieren können, aber nicht immer ist es gleich im Vorfeld so eindeutig, dass deine Kampagne scheitert. Deswegen ist es gut zu wissen, dass Du damit nicht zu viel Geld verbrennst, sondern nur dein vorher festgelegtes Testbudget nutzt.

Fazit zu Social-Media-Marketing Teil 2

Im Vorfeld solltest Du dir ein Ziel setzen, das Du mit deiner Werbung erreichen möchtest. Hierbei ist es wichtig zu wissen, ob Du Follower und Interaktionen auf deinem Profil haben möchtest, oder ob die potentiellen Besucher direkt auf deiner Shop- oder Webseite landen sollen. Danach richtest Du dann deine Strategie, Bilder und Texte aus.

Sammle Daten und bewahre diese auf, damit Du kontrollieren kannst, welche Werbeanzeigen besonders gut ankommen und welche nicht. Zu wissen welche Maßnahmen deine Ziele erfüllen und welche nur dein Geld verschwenden ist wichtig um deine Werbemaßnahmen zu optimieren und das meiste aus deinem Budget heraus zu holen.

Teste deine Werbeanzeigen immer erst mit einem kleinen Budget, lass es jedoch mindestens 5 Tage laufen, damit der Algorithmus von Instagram auch ein anständiges Publikum für deine Werbung finden kann. Selbes gilt übrigens auch für Werbung bei Facebook. Steigere dein Budget und die Laufzeit deiner Annonce erst, wenn Du feststellst, dass diese nach deiner Vorstellung verläuft. Lasse sie gleich auslaufen, wenn Du feststellst, dass sie ein Flop ist und spare Dir dein knappes Budget für eine nächste Werbung.

Hat Dir dieser Beitrag bei deinem eignen Social-Media-Marketing geholfen oder weißt Du nach wie vor nicht wo Du anfangen sollst? Hast Du bereits Erfahrungen mit Werbeanzeigen sammeln können? Teile deine Fragen, Erfahrungen und Anmerkungen mit uns indem Du sie in die Kommentarzeile schreibst oder schreibe mir persönlich über das Kontaktformular.

Keep Husteling, euer Sebbe!


*diese Links sind so genannte Affiliate-Links. Wenn Du über diesen Link ein Produkt kaufst, dann entstehen für Dich keine Nachteile, unterstützt mich aber, weil ich für jeden qualifizierten Verkauf eine Provision erhalte

Matthiesen, V. 2019; Instagram Marketing – Das Grundlagen Buch zu Online Marketing & Social Media. Effektiv bloggen, Follower bekommen & Reichweite aufbauen. Schritt für Schritt zum erfolgreichen Unternehmen & Influencer!; Amazon Fulfillment; Wroclaw

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