Finanzielle Freiheit durch smarte Konsumentscheidungen

Reichtum und finanzielle Freiheit kannst Du nur erreichen, wenn Du deine Einstellung zum Geld veränderst

Schauen wir uns doch einmal an, was wohlhabende Menschen von uns unterscheidet. Sie sind nicht nur in der Lage viel Geld zu erwirtschaften, sie sind auch in der Lage dieses zu bündeln. Kein Problem denkst Du dir jetzt? In der Vergangenheit haben es viele Leute bewiesen, dass es nicht so leicht ist Reichtum aufrecht zu halten. Schon als Jugendlicher war ich von den Geschichten der Lotto Gewinner geschockt, die wenige Jahre drauf wieder pleite oder gar verschuldet waren. Ich meine der Jackpot liegt aktuell bei 4 Mio. Euro. Rechnen wir das mal durch. Angenommen ich erreiche das Alter meiner Großeltern und werde ca. 85 Jahre alt, dann habe ich noch 60 Jahre zu leben, das entspricht 720 Monate. Teile ich die 4 Mio. nun durch die 720 Monate, dann ergibt das ein monatliches Budget von 5.550€. Würde ich diesen Betrag gewinnen, würde ich niemals wieder in einem Angestelltenverhältnis arbeiten und würde mir meinen Traum erfüllen, mich als Grafikdesigner selbstständig zu machen… aber andere sind eben nach 5 Jahren verschuldet.

Starten wir mit den Lügen zum Thema Geld

Wer kennt sie nicht, Sprüche, die den Besitz von Geld herabwürdigen? Geld macht nicht glücklich! Geld verdirbt den Charakter! Geld kann nicht alles kaufen und allgemein macht Geld einfach unsympathisch! Diese Flausen setzen uns oft schon unsere Eltern in den Kopf. Wieso Geldbesitz im Allgemeinen so negativ konnotiert ist kann ich an dieser Stelle leider nur erahnen. Allerdings wird es dich keinen Schritt weiterbringen, wenn Du diese Einstellung im Kopf mit dir herumträgst. Denn niemand würde Arbeit investieren, um eine Sache anzuhäufen, die eigentlich sowas von gar nicht cool ist, oder? Betrachten wir Geldbesitz also mal von einer anderen Seite.

Mit Geld kannst Du dir kein Glück kaufen, aber Du kannst glücklicher leben

Geld dient in unserer heutigen Gesellschaft als universales Tauschmittel. Egal ob Du dir ein Brot, eine Scheibe Wurst, ein Haus oder ein Auto kaufen willst. Geld wird von jedem als Gegenwert zu erbrachten Leistungen oder überlassenen Gütern akzeptiert. Du wirst es also immer dann benötigen, wenn Du ein Bedürfnis befriedigen möchtest. Je mehr Geld Du also besitzt, desto mehr Bedürfnisse kannst Du stillen. Es wird dir also immer mehr möglich sein, dich selbst auszudrücken. Du kannst das Auto fahren, das du schon immer fahren wolltest, kannst Dir das Haus bauen, das Du dir in deinen Träumen immer ausgemalt hast und wer auf Statussymbole und Konsumgüter überhaupt keinen Bock hat, für den hält Geld trotzdem einen Nutzen bereit. Du kannst reisen, die Welt sehen, Du kannst für die Organisationen spenden, die sich um deine Herzensangelegenheit kümmern und was für mich der aller wichtigste Punkt ist, Du wirst dir Zeit kaufen können. Okay, Du kannst dir nicht direkt Zeit kaufen, aber Du kannst dich von Tätigkeiten freikaufen, die dich Zeit kosten würden. Das erste was ich mir gönnen werden, wenn ich die Möglichkeit dazu habe, ist ein privater Koch! Ein Koch, der einmal in der Woche zu mir nachhause kommt und für jeden Tag in der Woche eine gesunde Mahlzeit kocht, die ich zum Schluss lediglich auftauen und erwärmen muss. Ich müsste nichtmehr einkaufen gehen, nichtmehr selbst Kochen, mir keine Gedanken mehr darum machen, was es heute zu essen gibt. Jede Minute, die ich dadurch spare, kann ich genießen. Ich kann mit meiner Freundin und meinem Hund Zeit verbringen, ich kann gute Gespräche mit Freunden führen oder einfach für mich allein eine Zigarre mit einem guten Scotch genießen. Klingt das nicht fantastisch? Nun gehen wir wieder einen Schritt zurück, was muss nun getan werden, damit wir unsere Einstellung zum Geld ändern?

Step 1: Du musst Dich mit Geld wohl fühlen

Geld besitzen muss sich gut anfühlen. Erst wenn es sich gut anfühlt lohnt es sich mehr davon anzuhäufen. Diese Tatsache wurde mir erst durch Bodo Schäfer bewusst. In seinem Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ beschreibt das ganze sehr treffend mit folgendem Szenario. Kennst Du das Gefühl, wenn Du eine Menge Geld im Portemonnaie hast und die ganze Zeit danach greifst, weil Du Angst hast es verloren zu haben? Ich kenne das Gefühl sehr gut. Zuletzt hatte ich es, als wir bei der Bank Bargeld für unseren Cuba Urlaub abgehoben haben. Eine Stunde lang bin ich durch die Stadt gelaufen, mit 1.000€ Bargeld in der Innentasche meiner Jacke. Ich denke jeder, der mich beobachtet hätte, hätte mitbekommen, dass es bei mir etwas zu holen gibt. Ich war unendlich nervös und habe permanent überprüft ob alles noch dort ist wo es hingehört. Kennst Du dieses Gefühl? Wenn ja, dann gibt es dafür auch eine Lösung. Nehme Dir zunächst 50€ die du nicht brauchst und habe diese immer dabei. Du solltest sie natürlich so lagern, dass Du nicht in die Versuchung kommst sie auszugeben. Sehe sie als deine ständige eiserne Reserve. Fünfzig Euro kicken Dich nichtmehr? Dann erhöhe deinen Betrag. Meine Bank gibt i.d.R. nur 50€ Scheine aus, also habe ich mit einem Kollegen 50€ scheine gegen einen 200€ Schein getauscht. Diesen habe ich jeden Tag in der Innentasche von meinem Jackett. Mittlerweile habe ich mich an das Gefühl gewöhnt Geld mit mir herum zu tragen. Wenn Du also ein gutes Gefühl dabei hast Geld zu besitzen, dann fühlt es sich auch gut an, mehr Geld zu bekommen. Somit kommen wir zu:

Step 2: Finde Gefallen daran Geld anzuhäufen

Wahrscheinlich ist es schwieriger denn je, Geld anzuhäufen. Während die Werbung dir suggeriert, dass Du ein cooler Typ bist, wenn Du deine Träume mit Krediten finanzierst, alle deine Freunde mit schicken geleasten Autos vorfahren und ihre Fernseher in 17 Monaten abgezahlt sind, scheint es unmöglich zu sein, Vermögen aufzubauen. An jeder Ecke wird dir vorgegaukelt, dass es smart ist, dein hart verdientes Geld auszugeben. Darüber hinaus wirst Du noch animiert, Geld auszugeben das Du gar nicht besitzt. Ich kenne Leute, die 10 Jahre lang ihr Auto abbezahlen und das scheint in der Gesellschaft nicht einmal verpönt zu sein. Wenn Du selbst aktuell in einem Leasingvertrag steckst oder diverse Geräte auf Raten abbezahlst, dann fühle dich bitte von meinen folgenden Worten nicht angegriffen, ab heute weißt Du es besser. Konsumschulden sind für arme Leute! Jeder der sein Auto über Jahre abbezahlen muss, kann sich dieses nicht leisten! Er lebt über seine Verhältnisse! Immer wenn Du etwas auf Raten kaufen müsstest, kannst Du es dir schlicht und einfach nicht leisten! Es trotzdem zu kaufen ist das dümmste was Du tun kannst. Schulden abzuzahlen hindert dich massiv und aktiv daran Geld anzuhäufen, Geld, das sich vermehren könnte und von dem Du in vielen Jahren leben könntest. Ich möchte zur Verdeutlichung folgende Rechnung aufstellen.

Finanzielle Freiheit durch smarte Konsumentscheidungen

Machen wir nun Kassensturz nach 3 Jahren. Wenn Du Dich für Leasing entschieden hast, dann wirst Du das Fahrzeug höchst wahrscheinlich zurückgeben müssen, weil Du dir kein Geld ansparen konntest, wirst Du in einem Teufelskreis hängen. Schließlich brauchst Du ja im Anschluss wieder ein Auto. Also wirst Du nun ein neues Auto leasen oder einen Autokredit aufnehmen müssen. Jetzt schauen wir uns mal die Option an, in der Du dir irgendein Auto für 5.000€ kaufst. Somit ist das Auto abbezahlt und Du kannst Deine 251€, die Du an Leasingkosten sparst, monatlich investieren. Nach 3 Jahren hast Du noch ein Auto mit Restwert und Du hast Dir 10.102,19€ inkl. Zinsen und Zinseszinsen angespart. An Tag 1 sieht es so aus, als wäre der Leasingnehmer der große Gewinner, er sitzt in einem schönen neuen Auto. Lass Dich davon nicht täuschen und schaue immer hinter die Kulissen. Überlege Dir genau, welche Situation Dir in ein paar Jahren lieber ist. Jetzt kannst Du sagen: „Mensch, Sebbe, was erwartest Du von mir, ich fahre 20.000km im Jahr, das geht nicht in einer alten Schüssel!“. Ich arbeite in einer Autovermietung und habe die Sprüche alle schon gehört, keine Sorge. „Unmöglich kann ich in einem Golf nach Hamburg fahren!“, „Ich muss Autobahn fahren, das geht in einem Fiesta nicht!“. Alles nur falsches Mindset! Ich habe mir damals für mein Praktikum einen kleinen Opel Corsa gekauft, 1.7l Diesel, 131 PS mit Vollausstattung. Alles in allem habe ich für das Fahrzeug 4.000€ bezahlt. Ich hatte alles an Bord was ich brauchte (Sitzheizung, Navi, Bluetooth), war immer zügig unterwegs und bin im ersten Jahr 30.000 km gefahren. Dabei ist mir weder eine Kniescheibe heraus gesprungen noch wurde ich „in den Kühlergrill von einem BMW gesogen“. Es wird dir hin und wieder schwer fallen, auf deinen Konsum zu verzichten und deine Bedürfnisse zurück zu schrauben. Ich hoffe Du hast an dieser Stelle verstanden, dass Geld, das Du heute nicht ausgibst, in ein paar Jahren viel mehr wert sein kann. Somit kannst Du dir sogar noch größere Träume erfüllen, wenn Du etwas länger wartest. Vor diesem Hintergrund sollte dir auch der Verzicht nichtmehr so sehr schmerzen bereiten.

Step 3: Fälle nicht deinen Geldbaum

Wenn Du anfängst regelmäßig Geld zu investieren, dann züchtest Du dir einen Geldbaum. Er wächst ständig weiter und hält immer mehr Früchte für Dich bereit. Du solltest dringend vermeiden in die Situation zu kommen, in der Du deinen Baum fällen musst. Sorge also dafür immer ausreichend Notreserven zu haben, die auf einem Sparkonto liegen, wo Du jeder Zeit rankommst, ohne deine Wertpapiere verkaufen zu müssen. Ich persönlich habe meinen Sicherheitsbestand bei 4 Monatsgehältern festgesetzt. Das reicht sogar aus, um einen eventuellen Jobverlust eine Weile zu überdauern.  

Step 4: Belohne Dich für deine Mühen

Als ich das erste Mal diese Grundlagen gelesen habe dachte ich daran, dass das letzte Hemd keine Taschen hat. Was bringt uns nun ein Haufen Geld, wenn wir uns nie etwas gegönnt haben und an jeder Ecke gespart haben. Wenn Du dich bei demselben Gedanken erwischst, dann bist Du damit nicht allein. Es geht definitiv nicht darum, ein Leben lang zu knausern, sich keinen Spaß zu gönnen und jeden Cent dreimal herum zu drehen. Um Himmelswillen, da hätte ich definitiv auch keine Lust drauf. Betrachte Dich nun also als eine Art Bauer. Du kaufst Dir mit deinem Geld immer ein bisschen Samen und einen Quadratmeter Feld. Du säst deinen Samen, dieser wächst und am Ende der Saison kannst Du deine Ernte einfahren. Einen Teil der neune Samen nimmst Du, um dein Feld neu zu beschaffen, einen weiteren Teil nimmst Du um einen zusätzlichen Quadratmeter zu besäen und von dem Rest kannst Du dich belohnen. In einem Jahr, wenn die nächste Ernte fällig wird, hast Du genug Samen um 4 Quadratmeter zu besäen und es bleibt mehr für Dich übrig, um dich zu belohnen. Jahr für Jahr wird es Dir also besser gehen und dann kannst Du anfangen dir die Dinge zu kaufen, die Du unbedingt haben möchtest.

Fazit

Es ist wichtig, dass Du deine Beziehung zu Geld überdenkst. Finde Möglichkeiten um dich mit Geld wohl zu fühlen und die deine Freude steigern, wenn Du es sparst. Im selben Atemzug solltest Du dich selbst vor unklugen Kaufentscheidungen bewahren. Hierbei gilt der Grundsatz: alles was Du in Raten kaufen muss, kannst Du dir nicht leisten und sollte deshalb nicht den Weg zu dir nach hause finden.  Null Prozent Finanzierungen sind nicht smart, sondern der sichere Weg in die Verschuldung. Wenn Du es heute schaffst deine Bedürfnisse und Anforderungen herunter zu schrauben, dann bist Du morgen in der Lage diese sogar noch auszuweiten.

Was denkst Du zum Thema Geld? Musst Du an deinem Mindset arbeiten oder hast Du diese Grundprinzipien schon verstanden? Hast Du deine ganz eigenen Marotten zum Thema Geld? Teile deine Gedanken mit uns!

Keep husteling, Euer Sebbe 😉


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