Entspannt eine Ziagrre paffen mitten in der Corona Krise

Stilsicher durch die Krise, 5 Tipps wie Du jede Krise ohne Probleme überstehen wirst.

Wieso kommt dieser Post genau jetzt?

Die Corona Kriese hat die Welt seit einigen Wochen fest in der Hand. Dennoch wollte ich bisher keinen Artikel zu diesem Thema schreiben. Zu sehr war ich von der Omnipräsenz des Themas genervt und wollte nicht dazu beitragen ebenfalls das Internet mit Corona Informationen zu fluten.

Nun hat sich aber einiges geändert. Vergangene Woche habe ich meine Kündigung erhalten, ohne Vorwarnung und obwohl mir zugesichert wurde, dass mein Job krisensicher sei. Somit war ich Teil der letzten „Kündigungswelle“. Einige meiner Bekannten und Freunde konnte nicht verstehen, wieso ich mit dieser Nachricht so gelassen umgegangen bin und zusätzlich noch meine Witze darüber machen konnte.

Entspannt eine Ziagrre paffen mitten in der Corona Krise
So entspannt kann eine kritische Situation aussehen, wenn Du dich entsprechen darauf vorbereitet hast

Für viele wäre so ein spontaner Jobsverlust in so einer unsicheren Zeit das Worst-Case-Szenario. Deshalb möchte ich Dir hier ein paar Tipps geben, wie Du bald jede Krise durchstehen kannst, ohne dir überhaupt anmerken zu lassen, dass Du dich in einer Krise befindest.

Tipp für die Krise 1: Halte deine Fixkosten so gering wie möglich!

In der heutigen Zeit erhöht man seine Fixkosten schneller als mal denkt. Viele Services laufen auf Abo Basis. Die Vorreiter sind hier wohl Netflix, Spotify und Amazon Prime, dicht gefolgt von Abos für Druckerpatronen, Proteinshake-Pulver und was man sonst noch auf Abo bekommt.

Hierbei ist das Problem folgendes. Ein fester Teil deines monatlichen Einkommens ist dafür bestimmt deine laufenden Kosten zu zahlen. Im ersten Moment klingt das nicht schlimm, weil die einzelnen Positionen in der Regel nicht ins Gewicht fallen. Hier 10€, dort 15€, da 3€. Rechnet man aber alle Positionen zusammen entsteht ein ordentlicher Kostenblock, der jeden Monat getilgt werden möchte. Wenn Dir nun dein Einkommen weg bricht tun die einzelnen Kosten richtig weh!

Auf viele regelmäßige Kosten kann man nicht verzichten. Miete, Versicherungen, Telefon, all das gehört zu unserem täglichen Leben. Dennoch liegt es an Dir diese Kosten gering zu halten. Versicherungen zum Beispiel kann man durch regelmäßige Preisvergleiche niedrig halten. Auch bei Telefonkosten solltest Du abwägen was Du wirklich brauchst. Muss es der Vertrag sein, bei dem Du alle zwei Jahre ein Handy bekommst? Selbst wenn Du alle zwei Jahre ein Handy brauchst, rechne genau durch ob es mit dem Vertrag tatsächlich preiswerter wird, als wenn Du es separat kaufst.

Schaue Dir also ganz genau an, welche Fixkosten Du hast und wo Du den schwarzen Edding ansetzten kannst. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich kein Freund von übertriebenen Sparmaßnahmen bin. Ich sehe keinen Sinn darin, 10h Preise zu vergleichen, um unter dem Strich 5€ zu sparen. Halte also auch Aufwand und Nutzen in Balance.  

Tipp für die Krise 2: Lebe nicht über deine Verhältnisse

Hier sind wir bei einem meiner größten Anliegen, einem Anliegen, das ich nahezu täglich verschiedenen Leuten erörtere und meistens keinen Anklang finde. Die meisten Leute geben viel zu viel Geld für ihre Autos aus und beziehen diese über die falschen Kanäle.  

Verstehe mich nicht falsch, ich liebe Autos und ich möchte eines Tages auch mehr als nur eines auf meinem Hof stehen haben. Trotzdem sehe ich jeden Tag, wie Leute die dümmsten Entscheidungen treffen, wenn es ums Thema Auto geht!

Eine Faustregel beim Kauf eines Autos ist, dass das Fahrzeug nicht mehr kosten darf, als das Zweifache deines Monatseinkommens (vgl. Schäfer 2019*). Jetzt schau mal in deinem Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis um. Wie viele von ihnen verdienen wirklich so viel Geld, dass sie sich ihr Auto mit zwei Monatsgehältern kaufen könnten?

Ich weiß ganz genau, mit welchen Ausreden mir die Leute immer entgegen kommen: „Ich brauche aber ein großes Auto, falls ich mal etwas transportieren muss“, „Ich habe zwei Kinder, die haben in einem kleinen Auto keinen Platz!“, „Wenn ich mir aber ein gebrauchtes Auto kaufe, dann zahle ich ja mehr Geld für die Werkstatt!“. Hier ist nur eine kleine Auswahl an Ausreden, die immer wieder kommen.

Prinzipiell darf jeder mit seinem Geld machen was er möchte, aber wer finanziell sinnvolle Entscheidungen treffen möchte, der sollte tunlichst darauf verzichten Autos zu leasen oder diese jahrelang abzubezahlen. Ihr verbrennt dabei unnötig Geld und bindet Euch über einen langen Zeitraum Verbindlichkeiten ans Bein.

Sobald es dann Probleme mit deinem Einkommen gibt kommst Du in unangenehme Schwierigkeiten. Angenommen Du musst nun mehrere Monate von deinen Ersparnissen leben, dann führen diese zusätzlichen Kosten dazu, dass deine Ersparnisse schneller aufgebraucht sind. Du kommst in eine Situation, in der dich eine Krise hart treffen wird.

Dieser Tipp gilt übrigens nicht nur für Autos. Auch Wohnungen können viel zu teuer sein. Meine Freundin und ich wollten vor kurzem eine Penthaus Wohnung mieten. Hiermit hätte ich mir einen großen Lebenstraum erfüllt. Die Monatsmiete hätten wir uns leisten können, dennoch wäre dieser Schritt ein Fehler gewesen. Denn ab diesem Monat hätten wir sie uns nichtmehr leisten können, weil mein Gehalt auf unbestimmte Zeit wegfällt. Im Nachhinein bin ich also froh, dass wir diese Entscheidung gut analysiert und uns dagegen entschieden haben.

Rechne bei allen deinen Entscheidungen durch, wie lange Du bei totalem Verdienstausfall mit deinen Ersparnissen überleben kannst. Wenn Du mit dem Zeitraum zufrieden bist, dann kannst Du es dir leisten. Wenn Du bei der Betrachtung des möglichen Zeitraums mit den Zähnen knirschen musst, dann kannst Du es dir nicht leisten und Du würdest über deine Verhältnisse leben, wenn Du dich dafür entscheidest!

Im Umkehrschluss heißt das, dass Du dir ein teures Auto trotzdem ohne schlechtem Gewissen zulegen kannst. Vorher musst Du dich nur entsprechend absichern, dass Du es dir auch in Krisenzeiten noch leisten kannst. Nichts ist uncooler als seine Wohnung oder sein Auto aufgeben zu müssen, weil man für 2-3 Monate kein volles Gehalt mehr verdient.

Tipp für die Krise 3: Sichere dich für schlechte Zeiten ab!

Dies ist einer der wichtigsten Tipps. Gerade, wenn Du noch jung bist und frisch aus der Ausbildung ins Leben startest und dein erstes eigenes Geld verdienst ist es äußerst wichtig Ersparnisse aufzubauen. Ich weiß selbst, dass es nervig ist, sich von seinen ersten Gehältern Geld wegzulegen, das man nicht wieder anfassen darf. Doch nur diesem Sparverhalten habe ich es zu verdanken, dass ich heute so gelassen meiner Arbeitslosigkeit entgegen schaue.

Sparen für die Vorbereitung auf die Krise
Sparen kann nervig sein, zahlt sich aber immer aus!

Im Schritt 1 solltest Du ermitteln, wie viel Geld Du in den letzten 3 Monaten monatlich benötigt hast, um deine laufenden Kosten abzudecken. Betrachte alle Ausgaben für Versicherungen, Miete, Nebenkosten, Handy, Internet, Lebensmittel. Sonderausgaben z.B. für Kleidung, Freizeit usw. kannst Du hierbei heraus rechnen.

Im Schritt 2 ermittelst Du, wie lange Du dich absichern möchtest. Das kommt auf deine Einschätzungen und Risikoaversionen an. Prinzipiell sind Zeiträume ab 3 Monate ganz sinnvoll, ich persönlich habe mich für 6 Monate abgesichert. Auch wenn ich nicht denke, dass ich von nun an 6 Monate brauche um einen neuen Job zu finden ist das für mich ein beruhigender Zeitraum.

Multipliziere nun dein benötigtes Einkommen mit der Anzahl der Monate, für die Du dich absichern möchtest. Dann weißt Du genau, wie viel Geld Du in den nächsten Monaten zurücklegen musst. Danach bist Du aber noch nicht fertig. Richtig stilsicher kannst Du erst durch die Krise gehen, wenn Du dich in deinem Lebensstil nicht einschränken musst.

Im Schritt 3 multiplizierst Du dein Gehalt oder deinen durchschnittlichen Monatslohn mit der Anzahl der Monate für die Du dich absichern möchtest. Den Betrag, den Du dabei erhältst, ist der Betrag den Du sparen musst, um dich in einer Krise nicht einschränken zu müssen.

Tipp für die Krise 4: Dein Sicherheitsbestand wird niemals angefasst und sollte trotzdem stets erreichbar sein

Es solle selbsterklärend sein, dass Du deinen Sicherheitsbestand niemals anfassen darfst. Diese Regel solltest Du ab dem ersten Tag befolgen. Fasst Du einmal deine Notreserve an, weil es am Monatsende auf deinem Konto dünn aussieht, dann wirst Du es immer wieder tun und um so leichter wird es Dir fallen immer wieder darauf zurück zu greifen.

Außerdem muss dein Notgroschen immer erreichbar sein. Das heißt, dass Du deinen Sicherheitsbestand nicht in Aktien oder anderen Investments anlegst. Das wiederspricht zwar allem was ich in vergangenen Beiträgen gepredigt habe, aber das Geld sollte ganz klassisch auf einem Sparkonto vor sich hinvegetieren. Stelle Dir nämlich vor, Du hättest im Zuge der Coronakrise deinen Sicherheitsbestand benötigt und müsstest dafür erst deine Aktien verkaufen. Diese sind aber vor allem zu Beginn der Ausgangssperren im Schnitt 35% weniger wert gewesen als noch eine Woche zuvor. Somit könntest Du nur unter argen Verlusten auf dein Geld zurückgreifen.

Das Schwierige bei der Vorbereitung auf Krisen ist, dass du nie weist, wie die Krise aussieht. Es kann eine Pandemie sein wie im aktuellen Fall oder eine Bankenkrise. Somit solltest Du außerdem einen Teil deiner Sicherheitsrücklagen in Bargeld zuhause haben. Rücklagen auf dem Konto bringen dir nichts, wenn Du am Ende des Tages nicht darauf zugreifen kannst.

Tipp für die Krise 5: Baue Dir passive Einkommensströme auf

Passive Einkommensströme kann man auf vielfältige Art und Weise aufbauen. Zu diesem Thema gibt es auf dem Blog eine eigene Beitragsreihe.

Passive Einkommensströme haben den Vorteil, dass sie dir Geld bringen, ohne dass Du aktiv dafür arbeiten musst. Somit kannst Du auch während einer Krise einen gewissen Geldstrom erwarten. Jeder Euro der auf diese Art und Weise auf dein Konto fliest schützt deine Sicherheitsrücklagen und Du bist über einen längeren Zeitraum abgesichert bzw. verbrauchst Du von deinem Vorrat wenige rund hast ihn schneller wieder aufgebaut.

Die ultimative Sicherheit erreichst Du, wenn dein passives Einkommen so hoch ist, dass Du alle deine Fixkosten damit abdecken kannst. Dann bringt Dich nichts mehr aus der Fassung. Allerding ist dieser Zustand nicht von heute auf morgen erreichbar. Konzentrieren wir uns also zunächst auf deine finanzielle Sicherheit.

Fazit:

Wenn Du an dem Punkt angekommen bist, an dem Du auch ohne Einkommen über einen längeren Zeitraum ohne Einschränkungen leben kannst, wirst Du jeder Krise ganz entspannt entgegen schauen. Du wirst die Leute in deinem Umfeld mit deiner Coolness beeindrucken und tust gleichzeitig etwas für deine Gesundheit. Denn Du machst Dir während der Krise weniger Stress und kannst besser schlafen.

Welche Tipps hast Du für die Krise? Bist Du abgesichert oder brauchst Du bei der Planung und Durchführung deiner Sicherheit weitere Hilfe und Tipps? Schreibt mir Eure Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema in die Kommentarzeile oder nutzt mein Kontaktformular.

Keep husteling, Euer Sebbe! 😉


Schäfer, B. 2019; Der Weg zur finanziellen Freiheit* – Ihre erste Million in 7 Jahren; dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; München

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